Craniosacral Therapie in Winterthur
Im Kontakt mit der innewohnenden Intelligenz deines Körpers
Die Craniosacraltherapie ist eine körperorientierte Methode der Komplementärtherapie mit Ursprung in der Osteopathie. Sie arbeitet mit dem craniosacralen System – dem Zusammenspiel von Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein sowie den Hirn- und Rückenmarkshäuten und der darin zirkulierenden Flüssigkeit. Über sanfte, rezeptive Berührung nehmen wir die feinen Rhythmen des craniosacralen Systems wahr. Sie geben uns Hinweise darauf, wie sich Vitalität im Körper ausdrückt, wo Spannung gehalten wird und welche Bereiche sich verändert oder eingeschränkt zeigen. Gleichzeitig entsteht über die Berührung und die achtsame Präsenz ein Raum für Co-Regulation. Co-Regulation bedeutet, dass das Nervensystem durch die ruhige und sichere Präsenz eines anderen Menschen dabei unterstützt wird, selbst mehr Sicherheit und Stabilität zu finden. Denn Sicherheit ist eine wichtige Grundlage für Regeneration und Genesung. Wenn sich ein körperlich erfahrbarer Zustand von Sicherheit einstellt, kann sich der Fokus des Körpers zunehmend auf das Gesunde, auf Erholung und auf seine eigenen Regenerationsmöglichkeiten richten. Aus dem, was sich dabei zeigt, kann die Behandlung mit entsprechenden Handpositionen und therapeutischen Ansätzen weitergeführt werden. Dabei geht es nicht darum, dem Körper vorzugeben, was geschehen soll, sondern ihn in seinem eigenen Tempo zu begleiten. So arbeitet die Craniosacraltherapie nicht gegen den Körper, sondern mit ihm – und schafft Raum dafür, dass sich die Intelligenz des Körpers entfalten kann.

Ein Ansatz der das Gesunde stärkt
Im Unterschied zu vielen therapeutischen Ansätzen, die sich vor allem an Symptomen orientieren, richtet sich die Craniosacral Therapie am Gesunden aus. Das bedeutet: Auch wenn Symptome, Schmerzen oder Einschränkungen vorhanden sind, liegt der Fokus darauf, wo im Körper bereits Regulation, Stabilität und das Gesunde vorhanden sind – und genau diese Qualitäten werden unterstützt und gestärkt. Denn je mehr sich das Gesunde ausdrücken kann, desto mehr Raum entsteht für Genesung.
Im Einklang mit dem Körper – statt gegen ihn
Viele Menschen erleben ihren Körper in Krankheit, nach belastenden Erfahrungen, Beschwerden und Schmerzen als etwas, das „nicht mehr richtig funktioniert“ oder sogar gegen sie arbeitet.
In der Craniosacral Therapie entsteht ein anderer Zugang:
Ein Raum, in dem du erleben kannst, dass dein Körper für dich arbeitet.
Dabei wird nichts von aussen hinzugefügt: manipuliert, gedrückt oder „gemacht“.
Der Körper bekommt vielmehr die Möglichkeit, in seinem eigenen Tempo auf seine innewohnende Intelligenz zurückzugreifen und seinen eigenen Behandlungsplan entfalten zu können.
Vertrauen, Sicherheit & Selbstregulation
Im Zentrum meiner therapeutischen Begleitung steht die Überzeugung, dass jeder Körper eine eigene Intelligenz und einen inneren Behandlungsplan in sich trägt.
Wenn die passenden Bedingungen entstehen, kann sich diese Intelligenz entfalten und unser Körper wieder in seine angedachte Ordnung zurückfinden.
Begleitende Gespräche und Körperzentrierungen unterstützen dich dabei, in einem sicheren Rahmen deine Empfindungen wahrzunehmen, neue Ressourcen zu entdecken und wieder mehr Sicherheit in dir selbst zu finden.
So kann sich nicht nur das körperliche Empfinden verändern, sondern auch die Beziehung zu deinem eigenen Körper – hin zu mehr Vertrauen, Verbundenheit und innerer Stabilität.
Traumasensible Begleitung
in der Craniosacral Therapie
Trauma entsteht, wenn etwas zu schnell, zu viel oder zu intensiv geschieht und unser Nervensystem eine Erfahrung nicht ausreichend verarbeiten und integrieren kann. Das kann durch ein einzelnes überwältigendes Ereignis entstehen, aber auch durch wiederholte oder länger anhaltende Belastungen. Besonders prägend können Erfahrungen in den ersten Lebensjahren sein. In dieser Zeit entwickelt und reift unser Nervensystem noch und sammelt grundlegende Erfahrungen darüber, was sich sicher anfühlt, wie Nähe und Bindung funktionieren und wie wir mit Stress und Überforderung umgehen. Was wir in dieser frühen Zeit erleben, kann deshalb tiefe Spuren in unserem Körper und Nervensystem hinterlassen und unser späteres Erleben und unsere Reaktionen mitprägen. Trauma ist dabei nicht nur das, was passiert ist, sondern auch das, was unser Körper und Nervensystem daraus machen mussten. In der traumasensiblen Begleitung geht es nicht darum, das Erlebte erneut zu durchleben oder das Trauma bewusst hochzuholen. Vielmehr schaffen wir einen sicheren Raum, in dem wir gemeinsam wahrnehmen können, was heute noch im Körper und Nervensystem wirksam ist. Über achtsame Körperwahrnehmung und Regulation können neue Erfahrungen von Sicherheit entstehen. Der Körper und das Nervensystem dürfen Schritt für Schritt wieder Zugang zu ihrer natürlichen Fähigkeit zur Selbstregulation finden. Dabei verbinde ich meine craniosacrale Arbeit mit drei ergänzenden Ansätzen: Prä- und perinatale Therapie – für die Begleitung früher Erfahrungen rund um Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensjahre. Trauma-Integration nach NSTI – ein körperorientierter Ansatz, der neurowissenschaftliches Wissen, Traumaphysiologie und somatische Entwicklungspsychologie verbindet. Learning Love – ein Ansatz, der die Entwicklung von Selbstannahme, innerer Sicherheit und einem liebevolleren Umgang mit sich selbst unterstützt. Diese Ansätze ergänzen meine craniosacrale Arbeit und ermöglichen mir, dich ganzheitlich und mit Blick auf deine individuelle Geschichte zu begleiten.

״Gentelness is not weakness; it’s a profound respect for the body’s ability to heal itself״
Beschwerden & Anliegen
Erwachsene
-
Beschwerden nach Unfällen, Operationen oder Schleudertrauma
-
Rücken-, Nacken-, Kopf- und Kieferschmerzen (inkl. CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion) sowie Tinnitus
-
Migräne (mit oder ohne Aura), Sonderformen und chronische Verläufe
-
Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzzustände
-
Schlaf- und Regulationsschwierigkeiten
-
Restless Legs
-
Erschöpfung, innere Anspannung und Überlastung
-
Endometriose sowie Beschwerden im Zusammenhang mit Menstruation und Wechseljahren
-
Verdauungsbeschwerden
-
Begleitung neurodivergenter Menschen, z. B. bei ADHS/ADS, im Autismus-Spektrum oder bei sensorischen Verarbeitungs- und Wahrnehmungsbesonderheiten
-
Neurologische und körperliche Beeinträchtigungen
-
Begleitung in Krisen und nach belastenden Lebensereignissen, z. B. bei Verlust, Verlassenheit oder einschneidenden Veränderungen
-
Unterstützende Begleitung nach Schock- und traumatisch erlebten Ereignissen
-
Förderung von Selbstregulation und innerer Stabilität
-
Unterstützung von Wohlbefinden und Lebensqualität
Babys & Kinder
-
Nach der Geburt zur Unterstützung eines sanften Ankommens und der Integration des Erlebten
-
Häufiges Schreien sowie Saug-, Schlaf- oder Verdauungsschwierigkeiten
-
Schädelasymmetrien, Schiefhals und Spannungsungleichgewichte
-
Förderung der altersgerechten Entwicklung
-
Unterstützung des gesunden Wachstums und der Bewegungsentwicklung
-
Augen- und Ohrenbeschwerden
-
Kopfschmerzen
-
Psychische Belastungen wie Ängste, innere Unruhe oder Schulstress
-
Begleitung von neurodivergenten Kindern
(z.B. Autismus-Spektrum, ADHS/ADS, Wahrnehmungs- und sensorische Integrationsbesonderheiten) -
Integration belastender Erfahrungen
(z.B. Geburtserfahrungen, medizinische Eingriffe oder überwältigende Ereignisse) -
Begleitung bei Zahn- und Kieferregulationen
-
Unterstützung nach Unfällen und Operationen
Behandlungsablauf
Erwachsene
Bei einer angeleiteten Körperzentrierung darfst du in Ruhe ankommen. Anschliessend besprechen wir dein Anliegen und definieren gemeinsam die Absicht der heutigen Sitzung.
In bequemer Kleidung darfst du es dir im Anschluss auf der Behandlungsliege gemütlich machen. In Absprache komme ich mit meinen Händen sanft und ruhend in Berührung und begleite das, was sich im Körper zeigt – stets orientiert an der innewohnenden Intelligenz und am Gesunden. Dabei kann es im Verlauf der Sitzung zu mehreren Handpositionswechseln kommen.
Manche Sitzungen sind dabei stärker von Stille getragen, in anderen entsteht mehr Gespräch – beides darf sich natürlich entwickeln.
Zum Abschluss der Behandlung darfst du noch einen Moment in Ruhe nachspüren. Ein feiner Duft kann dich dabei unterstützen, wieder ganz im Hier und Jetzt anzukommen und das Erlebte sanft zu integrieren.
Anschliessend wechseln wir wieder in eine sitzende Position und nehmen uns Zeit, deine Erfahrungen zu reflektieren. Gemeinsam schauen wir, was du aus der Sitzung mitnehmen kannst und was dich im Alltag weiter unterstützen darf.
Babys & Kinder
Bei Babys und Kindern ist der Ablauf ähnlich, zugleich altersgerecht und spielerisch gestaltet. Zunächst stimme ich mich aus der Ferne auf das Kind ein und schaue dann behutsam, wie und in welchem Tempo Berührung möglich ist. Dabei begleite ich das Kind oft im Augenkontakt und beziehe die Eltern aktiv mit ein.
Im Vordergrund stehen Ruhe, Regulation und Bonding.
Für Cranio-Auszubildende
Eigenprozess und Hospitationen
Die eigene Selbsterfahrung und persönliche Entwicklung liegen mir besonders am Herzen. Denn je mehr wir mit uns selbst in Kontakt sind, desto achtsamer können wir andere Menschen begleiten.
Deshalb biete ich Schülerinnen und Schülern der Craniosacral-Therapie Eigenprozesssitzungen und Hospitationen an – als Raum, um die eigene Wahrnehmung zu vertiefen, Erfahrungen zu sammeln und die craniosacrale Arbeit aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.
Ein Raum zum Lernen, Erleben, Fragen, Staunen und Wachsen.

